Die Darstellung, die Sie hier lesen, befasst sich mit der Therapieausbildung ( 18 Monate ).
Für Informationen zur Prüfungsvorbereitung ( 6 Monate ) klicken Sie bitte ...hier
Die Therapieausbildung Psychotherapie
DIE VORAUSSETZUNG ZUR AUSÜBUNG DER PSYCHOTHERAPIE
Die Psychotherapie, für die Sie sich heute interessieren, stellt ein Wahlfach im Rahmen unserer Praxis-Fachausbildung dar. Um Patienten psychotherapeutisch behandeln zu dürfen, benötigen Sie eine Berufserlaubnis als Heilpraktiker/-in oder eine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde mit Einschränkung auf das Fach Psychotherapie, (fälschlicherweise auch „ kleiner Heilpraktiker “ genannt).
Die Ihnen vorliegende Informationsschrift befaßt sich mit der Ausbildung im Lehrfach Psychotherapie, jedoch nicht mit der oben genannten Berufszulassung! Diese müssen Sie gesondert erlangen, und zwar entweder in Form der Heilpraktiker-Ausbildung oder in Form der Prüfungsvorbereitung zur heilkundlichen Psychotherapie.
Als Heilpraktiker/-in ist Ihr Behandlungsspektrum sehr groß: Sie dürfen sehr umfangreich sowohl psychotherapeutisch arbeiten als auch organische Erkrankungen behandeln. In heilkundlicher Psychotherapie ist Ihr Behandlungsspektrum eher klein: Sie dürfen mit Ihren Patienten oder Klienten lediglich Gesprächskontakt pflegen. Die Behandlung körperlicher Erkrankungen, auch wenn sie psychogener Herkunft sind, ist nur im Rahmen dieser Gesprächstherapie erlaubt.
Hier ist also Ihre eigene Zielsetzung ausschlaggebend, welche Berufserlaubnis Sie anstreben: Heilpraktiker/-in oder heilkundliche Psychotherapie. Somit entscheiden Sie entsprechend Ihren Neigungen. Sollten Sie über medizinische Vorkenntnisse verfügen, so empfiehlt sich die Intensivausbildung zum „normalen“ HP mit anschließender Fachausbildung in Psychotherapie..
Um einen Gesprächstermin abzustimmen und einen kostenfreien Probeunterricht zu vereinbaren, melden Sie sich doch bei mir und wir werden gerne alles weiter besprechen, die Kontaktdaten finden Sie oben auf der Schaltfläche Kontakt/Impressum.
ALLGEMEINE BETRACHTUNGEN
Wenn Sie sich für die Psychotherapie entscheiden, so müssen Sie sich in 3 Gebieten der Psychotherapie auskennen:1. Das Grundwissen
Der/die Therapeut/-in benötigt psychotherapeutisches Basiswissen.
2. Praktisch therapeutisches Wissen in den einzelnen Therapieverfahren
In dieser Ausbildung lernen Sie kennen:
- Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie
- Transaktionsanalyse
- Systemische Einzeltherapie
- Systemische Paarberatung
- Kunsttherapeutische Verfahren
3. Der Einschluß der eigenen Psyche
Psychotherapie ist Behandlung mit psychischen Mitteln, das Instrument des Therapeuten ist der bewußte Umgang mit den eigenen psychischen Befindlichkeiten. Einmal lernen Sie sich selbst besser kennen durch Übungen, bei denen Sie das Verfahren als Klient und als Therapeut erproben, und andererseits durch den 18-monatigen Gruppenprozess.
ZIEL UND STRUKTUR DER AUSBILDUNG
Das Ziel der Ausbildung ist, daß jeder Teilnehmer eigenverantwortlich beratend oder psychotherapeutisch tätig sein kann. Dazu gehören Fachwissen, praktisches Können und Eigenerfahrung. Die Ausbildungszeit ist in Theorie und Selbsterfahrung in der Gruppe sowie in praktisches Üben der therapeutischen Verfahren eingeteilt.
Hochsensible Fächer wie die Psychotherapie vertragen auf gar keinen Fall einen Dozentenwechsel !!!
Die "Baukasten-Systeme" der verschiedenen Anbieter mit wechselnden Dozenten und immer wieder dazustoßenden Teilnehmern verhindern jede Gruppeneinheit. In der Psychotherapie wird gemeinsam erfahren, entwickelt, gelacht, geweint, diskutiert und erzogen - Ihr Dozent muss mit Ihnen ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen, die Teilnehmer/-innen müssen wie eine Familie tiefstgehende Probleme des Einzelnen verstehen und deuten lernen.
Hierbei können tiefste Verdrängungen an die Oberfläche gespült werden, Ausweglosigkeit und Verzweiflung können folgen und müssen vom Dozenten sofort erkannt, aufgefangen und kontrolliert in die Gruppe eingebunden werden.
Dies erfordert jahrzehntelange Dozenten- und Therapeutenerfahrung. Mit wechselnden Dozenten und wechselnden Teilnehmern/-innen ist dies nicht zu machen !!!
Wir lehnen deshalb „Baukasten-Systeme“ wie "Grundkurs", "Aufbaukurs I", "Aufbaukurs II" usw. sowie
Dozenten- u. Teilnehmerwechsel strikt ab. Eine Psychotherapie, die so etwas zulässt, kann nicht hochwertig sein.
DIE LEHRINHALTE
Psychoanalytisches Basiswissen
Viele Begriffe wie Verdrängung, Unbewußtes oder Projektion, die Freud um 1900 als erster geprägt hat, sind längst in unserer Alltagsprache gebräuchlich. Die dynamischen Prozesse der Psyche, so wie sie z.B. Freud oder Jung beschrieben haben, sind Grundlagen für humanistische und systemische Therapieverfahren. Die meisten Vorstellungen von der psychischen Entwicklung des Neugeborenen zum Erwachsenen sind in Anlehnung an psychoanalytische Theorien entwickelt worden. Und – wie in jüngsten Veröffentlichungen nachzulesen – werden durch moderne Untersuchungsmethoden Freuds Ansichten über z.B. unbewußte Prozesse oder die Bedeutung von Träumen bestätigt.
Systemisches Basiswissen
So wie die psychoanalytischen oder humanistischen Psychotherapieformen die Gründe für psychische Störungen in der Entwicklung des Klienten suchen, so verortet der Systemiker die Störung im System, der Gruppe oder der Familie, in der der Klient lebt. Er, der Klient, drückt als Symptomträger den Konflikt stellvertretend für die gesamte Gruppe aus. Um systemisch zu denken, braucht man ein bestimmtes kommunikatives Verständnis, das auf Zirkularität und Reflexivität beruht.
DIE PRAXIS DER PSYCHOTHERAPEUTISCHEN VERFAHREN
Neben der Erarbeitung von Theorie und Verfahren steht Übung im Vordergrund. Dabei ist es für einen angehenden Berater oder Therapeuten nicht nur notwendig, unter Supervision das Verfahren umzusetzen, sondern auch die Wirkung an sich selber erfahren zu haben. Dies setzt die Bereitschaft voraus, die eigene psychische Landschaft neu zu erkunden, sich selber in Frage stellen zu lassen. Selbstverständlich unterliegt dieser Teil der Ausbildung der Schweigepflicht.
Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach C.R. Rogers
Die nicht-direktive Beratung:
Im Vordergrund steht der Klient und nicht das Problem. Wenn der Klient sein Verhältnis zur Umwelt versteht, wird er in der Lage sein, seine Methode zu wählen, um die Probleme zu bewältigen. Das Lernziel für den Teilnehmer ist die unmittelbare Kontaktaufnahme zu dem Klienten und seiner Gefühlswelt und das Vertrauen in seine Lösungskompetenz.
Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie:
Ziel ist nicht die psychologische kompetente Analyse der psychischen Probleme des Klienten, sondern die Begleitung des Klienten zu einer authentischen Wahrnehmung seiner Gefühle und seiner Lebenssituation. Das verlangt vom Berater den gleichen unmittelbaren Kontakt zu seinen Gefühlen für den Klienten und dessen Situation.
Die Transaktionsanalyse
Die TA bietet für den Berater und Therapeuten ein klares und praktikables Konzept. Sie verbindet psychoanalytische und verhaltenstherapeutische Ansätze. Die Teilnehmer lernen therapeutische Verträge auszuhandeln, Zielvorstellungen mit ihren Klienten zu entwickeln.
Um diese Ziele zu erreichen, stehen im wesentlichen vier Methoden zur Verfügung:
- Die Analyse der Transaktionen, wobei unter jeder Äußerung, verbal oder non-verbal, eine Transaktion verstanden wird.
- Das Erfassen der Ich-Zustände, in denen sich der Klient befindet, d.h. seine emotionale Befindlichkeit oder Fixierung.
- Das Verstehen seines Lebensskripts, nach welcher unbewussten Aufgabe oder welchem unausgesprochenem Auftrag der Klient sein Leben ausrichtet.
- Das Aufdecken von Maschengefühlen und Spielen, der Klient lernt, seine authentischen Gefühle nicht mehr hinter vermeintlichen Anforderungen zu verstecken.
Systemische Einzeltherapie
Der Klient kann ein Problem so erleben, als würde es ihm anhaften oder so, als könne er es handhaben. Nicht sein Verhalten oder seine Gefühle sind problematisch, sondern sein Unvermögen, Alternativen dazu zu entwickeln.
Systemische Therapie ist eine Methode, die nicht das Problem sondern die Lösung zum Thema macht. Der Klient beschreibt seine Geschichte als Problem, als Versagen oder Störung, gemeinsam mit dem Therapeuten wird daraus eine neue Geschichte, die Lösungswege eröffnet.
Der Klient fühlt sich blockiert. Sowie er begreift, welche Position er in seinem familiären oder sozialen System inne hat, und diese verändern kann, wird er frei für neue Perspektiven.
Die Paarberatung
Bei der Paarberatung treffen sich systemische und analytische Methoden. Die analytische Kollusionstheorie von Jörg Willi, die Analyse der Transaktionen nach E. Berne, die systemische Sichtweise der gegenseitigen Verhaltenszuweisung, alle therapeutischen Richtungen betonen die Verstrickung beider Partner in den Konflikt und die Notwendigkeit der Neutralität des Beraters oder Therapeuten. Der Konflikt kann in dem Maße gelöst werden, wie der Therapeut in der Lage ist, jedem ein Verständnis seiner persönlichen Schwierigkeiten mit der Andersartigkeit des Partners zu vermitteln.
Therapie mit Bildern
Keine Angst, künstlerische Fähigkeiten werden nicht verlangt. Aber manches, was mit Worten nicht ausgedrückt werden kann, wird mit einer kleinen Skizze sofort begreifbar. Bilder können Sie bei allen therapeutischen Verfahren einsetzen. Bilder sind Symbole und man kann im analytischen Sinne ihrer Bedeutung nachspüren. Mit Bildern kann man auch hervorragend systemisch arbeiten: die Elemente des Bildes neu ordnen, das Bild erweitern, neue Geschichten zum Bild erfinden. Durch den Einsatz von Wort und Bild bei jedem Verfahren, das Sie kennenlernen und üben, trainieren Sie ihre Fähigkeit zuzuhören und zu sehen. Die Verbindung von Bild und Sprache erweitert ihre Möglichkeiten, therapeutisch zu intervenieren. Mit Worten lernt ihr Klient sich zu artikulieren, mit Bildern setzt er Zeichen.
Die Dauer
18 MonateDie Dozentin N
Ulla Häusler M.A.
Die Ausbildung:
Studium der Pädagogik in Frankfurt/Main
Studium der Psychologie und Soziologie in München
Studienabschluß M.A. (Magister artium)
Nach langen Berufsjahren in der Sozialpsychiatrie ist die Dozentin
seit 1998 als Therapeutin, Supervisorin für therapeutische und
psychiatrische Einrichtungen in eigener Praxis in München tätig.
Seit 1996 unterrichtet sie diei Fächer Psychopathologie und Psychiatrie
und leitet seit 2001 die psychotherapeutische Ausbildung am
Heilpraktiker-Lehrinstitut Lotz.
Fortbildungen:
- Transaktionsanalyse nach E. Berne
- Analytische und systemische Kunsttherapie (Prof. Dr. G. Schmeer)
- Systemische Beratung (Prof. M. Varga von Kibéd)
- Systemische Paartherapie (Münchner Familienkolleg) und
Paartherapie nach J. Zinker (Gestalt) und J. Willi (analytisch) - Ausbildung zur Supervisorin beim MAP München
- Derzeit Weiterbildung zur Gruppenanalytikerin (SGAZ Zürich)
Gruppe A
Unterrichtstag: Wochenenden Sa/So 1x im Monat
10.00 - 17.00 Uhr
18 Monate
164,- / Monat
Gruppe B
Unterrichtstag Dienstag
18.00 - 21.30 Uhr
18 Monate
164,- / Monat
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