
Vor über 130 Jahren entdeckte der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still die Prinzipien der Osteopathie und begründete damit eine neue Medizin. Seit jener Zeit hat sich die Osteopathie kontinuierlich weiterentwickelt, in den USA, ebenso wie in Europa und anderen Teilen der Welt. Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die Osteopathie kennt alle kleinen und großen Bewegungen des menschlichen Körpers. Sie hilft Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen. Unser Körper ist ständig in Bewegung. Jede einzelne Struktur an ihm bewegt sich und führt dabei ihre ganz eigene Funktion aus. Die Osteopathie nutzt diesen Funktions-Zusammenhang.
Beim Strain/Counterstrain handelt es sich um eine sanfte osteopathische Methode, die auf den US-amerikanischen Arzt und Osteopathen Dr. Jones zurückgeht und die zu einer baldigen Schmerzreduzierung führen kann. Strain/Counterstrain arbeitet mit sog. „Tender Points“, das sind schmerzhafte Punkte in Muskeln oder Bändern, die durch eine Fehlfunktion im Bereich von Gelenken und Muskeln entstehen. Zur Behandlung werden die betroffenen Körperabschnitte vom Behandler in die frei bewegliche Richtung bewegt. Diese Position wird unter Palpation des jeweiligen Tender Point für eine gewisse Zeit beibehalten. Während dieser Zeit werden die betroffenen Muskelspindeln neu programmiert und die erhöhte Spannung lässt nach. Idealerweise ist nach langsamer passiver Rückkehr in die Neutralstellung wieder eine freie Beweglichkeit in alle Richtungen möglich. Die Schmerzen sind verschwunden oder zumindest deutlich verringert. So werden auch die Tender Points reizfrei. Es kann sofort erkannt werden, ob die Therapie erfolgreich war.
Die craniosacrale Behandlungsform wurde anfangs des 20. Jahrhunderts von Dr. William Garner Sutherland auf der Basis der Osteopathie zur «Cranialen Osteopathie» weiterentwickelt. Der Name Craniosacral Therapie wurde in den 70er Jahren des selben Jahrhunderts erstmals vom amerikanischen Forscher und Osteopathen Dr. John E. Upledger geprägt und setzt sich aus den Begriffen Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) zusammen. Die beiden Pole Schädel und Kreuzbein bilden mit den Gehirn- und den Rückenmarkshäuten (Membranen) eine Einheit, in welcher die Gehirnflüssigkeit (Liquor) rhythmisch pulsiert. Dieser Rhythmus überträgt sich auf den gesamten Körper und beeinflusst die Entwicklung und Funktionsfähigkeit des ganzen Menschen. Veränderungen in diesem System geben die nötigen Hinweise für die therapeutische Arbeit mit den betroffenen anatomischen und energetischen Strukturen.
Die Viszerale Osteopathie ist der Teil der Osteopathie, der sich speziell der Behandlung innerer Organe widmet. In der Viszeralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander und zu den sie einhüllenden oder stützenden Muskel- und Bindegewebe getastet und behandelt. Diese Bewegungen werden in der Viszeralen Osteopathie Mobilität genannt. So können ligamentöse Anheftungen der Organe mobilisiert, Verklebungen gelöst und gestaute Gewebe drainiert werden. Dadurch wird die Funktion der Organe unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.
Modul 1: Schulter (Schultergürtel / HWS) / Das Becken (Beckengürtel / LWS)
Modul 2: Die Extremitäten / Craniosacral-Therapie Teil 1
Modul 3: Craniosacral-Therapie Teil 2
Modul 4: Viszerale Techniken
Dozent: Turnus: Dauer: Zeit: | HP Georg Nebel Einstieg modulweise 1 Semester (6 Monate) pro Modul |
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