Sie sind hier: 
  1. Startseite  
  2. Psychotherapie-Ausbildung  
  3. Grundausbildung Psychotherapie 

Grundausbildung Psychotherapie

© fotodo - fotolia.com

Beschreibung

Die Grundausbildung ist für Heilpraktiker („großer“ HP) und auch für werdende Heilpraktiker für Psychotherapie („kleiner“ HP) geeignet. Denn beide Berufsgruppen dürfen Ihre Patienten psychotherapeutisch behandeln - wenn Sie gemäß der gesetzlich verankerten Sorgfaltspflicht über ausreichendes Wissen und Können in Theorie und Praxis verfügen. Somit ist das Ziel der Ausbildung, dass jeder Teilnehmer eigenverantwortlich beratend oder psychotherapeutisch tätig sein kann. Dazu gehören Fachwissen, praktisches Können und Selbsterfahrung. In der Grundausbildung wird Ihnen sowohl die Theorie als auch praktisches Erleben vermittelt. Zum einen erlernen Sie psychotherapeutisches Fachwissen durch theoretische Vorstellung und Diskussion der einzelnen Themen und zum anderen werden diese theoretischen Themen in Kleingruppenarbeit praktisch geübt und somit erlebbar erlernt. Sie machen Erfahrungen in der Rolle des Therapeuten und des Patienten, denn das empathische Erleben beider Positionen ist für Ihre spätere Praxistätigkeit von größtem Vorteil. Wie im Studium der Psychotherapie setzen auch wir in unserer Psychotherapie-Ausbildung voraus, dass Sie während der Ausbildung ein Interesse entwickeln, Ihre eigene Persönlichkeit zu evaluieren. Es ist für einen angehenden Berater oder Therapeuten nicht nur notwendig, unter Supervision das Verfahren umzusetzen, sondern auch die Wirkung an sich selbst zu erfahren. Dies setzt die Bereitschaft voraus, die eigene psychische Landschaft neu zu erkunden. Eine professionelle Beratung oder Therapie Ihrer Klienten umfasst neben der Anwendung von Fachwissen auch und vor allem eine Vermeidung von Übertragung der eigenen Themen auf Ihren Klienten. Somit ist es für Ihre spätere Praxistätigkeit eine Grundvoraussetzung, dass Sie Ihre eigenen Muster und Themen kennen und mit ihnen umzugehen wissen.

Die persönliche Interaktion und Kommunikation mit einem Gegenüber wird innerhalb der analytischen Gruppe geschult. Dabei wird nicht der Anspruch erhoben, eine Therapiegruppe darzustellen, sondern einen geschützten Raum für eine angeleitete Selbsterfahrung zu bieten, die Ihnen im Hinblick auf Ihre spätere Praxistätigkeit eine wertvolle und notwendige Basis sein wird. Selbstverständlich unterliegt die komplette Ausbildung der Schweigepflicht.

Unsere 20jährige Erfahrung in der Psychotherapie-Ausbildung sowie die überdurchschnittliche Ausbildung und Erfahrung unserer Dozentin gibt Ihnen einen sicheren Rahmen, um in das spannende Feld der Psychotherapie einzusteigen.

 

Ausbildungsinhalte

Psychoanalytisches Basiswissen
Viele Begriffe wie Verdrängung, Unbewusstes oder Projektion, die Freud um 1900 als erster geprägt hat, sind längst in unserer Alltagsprache gebräuchlich. Die dynamischen Prozesse der Psyche, so wie sie z.B. Freud oder Jung beschrieben haben, sind Grundlagen für humanistische und systemische Therapieverfahren. Die meisten Vorstellungen von der psychischen Entwicklung des Neugeborenen zum Erwachsenen sind in Anlehnung an psychoanalytische Theorien entwickelt worden und werden – wie in jüngsten Veröffentlichungen nachzulesen – durch moderne Untersuchungsmethoden bestätigt.
 
Systemisches Basiswissen
So wie die psychoanalytischen oder humanistischen Psychotherapieformen die Gründe für psychische Störungen in der Entwicklung des Klienten suchen, so verortet der Systemiker die Störung im System, der Gruppe oder der Familie, in der der Klient lebt. Er, der Klient, drückt als Symptomträger den Konflikt stellvertretend für die gesamte Gruppe aus. Um systemisch zu denken, braucht man ein bestimmtes kommunikatives Verständnis, das auf Zirkularität und Reflexivität beruht.
 
Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach C.R. Rogers
Im Vordergrund steht der Klient und nicht das Problem. Wenn der Klient sein Verhältnis zur Umwelt versteht, wird er in der Lage sein, seine Methode zu wählen, um die Probleme zu bewältigen. Das Lernziel für den Teilnehmer ist die unmittelbare Kontaktaufnahme zu dem Klienten und seiner Gefühlswelt und das Vertrauen in seine Lösungskompetenz. Ziel ist also nicht die psychologische kompetente Analyse der psychischen Probleme des Klienten, sondern die Begleitung des Klienten zu einer authentischen Wahrnehmung seiner Gefühle und seiner Lebenssituation. Das verlangt vom Berater den gleichen unmittelbaren Kontakt zu seinen Gefühlen für den Klienten und dessen Situation.
 
Die Transaktionsanalyse
Die TA bietet für den Berater und Therapeuten ein klares und praktikables Konzept. Sie verbindet psychoanalytische und verhaltenstherapeutische Ansätze. Die Teilnehmer lernen therapeutische Verträge auszuhandeln, Zielvorstellungen mit ihren Klienten zu entwickeln.
 
Systemische Therapie
Der Klient kann ein Problem so erleben, als würde es ihm anhaften oder so, als könne er es handhaben. Nicht sein Verhalten oder seine Gefühle sind problematisch, sondern sein Unvermögen, Alternativen dazu zu entwickeln. Systemische Therapie ist eine Methode, die nicht das Problem sondern die Lösung zum Thema macht. Der Klient beschreibt seine Geschichte als Problem, als Versagen oder Störung, gemeinsam mit dem Therapeuten wird daraus eine neue Geschichte, die Lösungswege eröffnet.
 
Paartherapie
Bei der Paarberatung treffen sich systemische und analytische Methoden. Die analytische Kollusionstheorie von Jörg Willi, die Analyse der Transaktionen nach E. Berne, die systemische Sichtweise der gegenseitigen Verhaltenszuweisung, alle therapeutischen Richtungen betonen die Verstrickung beider Partner in den Konflikt und die Notwendigkeit der Neutralität des Beraters oder Therapeuten. Der Konflikt kann in dem Maße gelöst werden, wie der Therapeut in der Lage ist, jedem ein Verständnis seiner persönlichen Schwierigkeiten mit der Andersartigkeit des Partners zu vermitteln.
 
Therapie mit Bildern
Keine Angst, künstlerische Fähigkeiten werden nicht verlangt. Aber manches, was mit Worten nicht ausgedrückt werden kann, wird mit einer kleinen Skizze sofort begreifbar. Bilder können Sie bei allen therapeutischen Verfahren einsetzen. Bilder sind Symbole und man kann im analytischen Sinne ihrer Bedeutung nachspüren. Mit Bildern kann man auch hervorragend systemisch arbeiten: die Elemente des Bildes neu ordnen, das Bild erweitern, neue Geschichten zum Bild erfinden. Durch den Einsatz von Wort und Bild bei jedem Verfahren, das Sie kennen lernen und üben, trainieren Sie ihre Fähigkeit zuzuhören und zu sehen. Die Verbindung von Bild und Sprache erweitert ihre Möglichkeiten, therapeutisch zu intervenieren. Mit Worten lernt ihr Klient sich zu artikulieren, mit Bildern setzt er Zeichen.

 

Praktisches Üben der therapeutischen Inhalte

In der Kleingruppenarbeit setzen Sie mit Ihren Mitschülern die theoretisch erlernten Inhalte der psychotherapeutischen Verfahren um. In der Kleingruppe werden abwechselnd die Position des Therapeuten, Klienten und des Beobachters besetzt, so dass der zuhörende, der erzählende und der beobachtende Part bei jeder Kommunikation geübt wird.

 

Selbsterfahrung
In der analytischen Gruppe erfährt der einzelne Teilnehmer in seiner eigenen Weise:

  • verbale und nonverbale Kommunikation
  • Selbstreflexion, Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Erkennen eigener Verhaltens- und Denkmuster
  • Bewusstwerdung von Übertragungen eigener Themen auf andere Personen
  • Akzeptanz von Andersartigkeit
  • Konfliktfähigkeit etc.

 

Ausbildungsdaten

Dozentin: Ulla Häusler M.A.
Turnus: 1-2x pro Jahr
Dauer: 3 Semester (20 Monate)
Wochenend-
Ausbildung:
 
Samstag/Sonntag, 10.00 - 17.00 Uhr, 1 WE pro Monat
Freitag-
Ausbildung:
Freitag, 14.30 - 21.30, alle 14 Tage

 

Den Terminplan für die kommende Wochenend-Ausbildung ab 10.03.2018 finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie unter Termine und Preise.
Anmelden können Sie sich mit diesem Formular.

© 2017 Heilpraktiker-Lehrinstitut Lotz München