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Grundausbildung Psychotherapie

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Beschreibung

Das Ziel der Heilpraktiker Ausbildung für Psychotherapie ist, dass jeder Teilnehmer eigenverantwortlich beratend oder psychotherapeutisch tätig sein kann. Dazu gehören Fachwissen, praktisches Können und Eigenerfahrung. Die Ausbildungszeit ist in Theorie und Selbsterfahrung in der Gruppe sowie in praktisches Üben der therapeutischen Verfahren eingeteilt. Neben der Erarbeitung von Theorie und Verfahren steht Übung im Vordergrund. Dabei ist es für einen angehenden Berater oder Therapeuten nicht nur notwendig, unter Supervision das Verfahren umzusetzen, sondern auch die Wirkung an sich selber erfahren zu haben. Dies setzt die Bereitschaft voraus, die eigene psychische Landschaft neu zu erkunden, sich selber in Frage stellen zu lassen. Selbstverständlich unterliegt dieser Teil der Heilpraktiker Ausbildung für Psychotherapie der Schweigepflicht.

 

Ausbildungsinhalte

Psychoanalytisches Basiswissen
Viele Begriffe wie Verdrängung, Unbewusstes oder Projektion, die Freud um 1900 als erster geprägt hat, sind längst in unserer Alltagsprache gebräuchlich. Die dynamischen Prozesse der Psyche, so wie sie z.B. Freud oder Jung beschrieben haben, sind Grundlagen für humanistische und systemische Therapieverfahren. Die meisten Vorstellungen von der psychischen Entwicklung des Neugeborenen zum Erwachsenen sind in Anlehnung an psychoanalytische Theorien entwickelt worden und werden – wie in jüngsten Veröffentlichungen nachzulesen – durch moderne Untersuchungsmethoden bestätigt.
 
Systemisches Basiswissen
So wie die psychoanalytischen oder humanistischen Psychotherapieformen die Gründe für psychische Störungen in der Entwicklung des Klienten suchen, so verortet der Systemiker die Störung im System, der Gruppe oder der Familie, in der der Klient lebt. Er, der Klient, drückt als Symptomträger den Konflikt stellvertretend für die gesamte Gruppe aus. Um systemisch zu denken, braucht man ein bestimmtes kommunikatives Verständnis, das auf Zirkularität und Reflexivität beruht.
 
Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach C.R. Rogers
Im Vordergrund steht der Klient und nicht das Problem. Wenn der Klient sein Verhältnis zur Umwelt versteht, wird er in der Lage sein, seine Methode zu wählen, um die Probleme zu bewältigen. Das Lernziel für den Teilnehmer ist die unmittelbare Kontaktaufnahme zu dem Klienten und seiner Gefühlswelt und das Vertrauen in seine Lösungskompetenz. Ziel ist also nicht die psychologische kompetente Analyse der psychischen Probleme des Klienten, sondern die Begleitung des Klienten zu einer authentischen Wahrnehmung seiner Gefühle und seiner Lebenssituation. Das verlangt vom Berater den gleichen unmittelbaren Kontakt zu seinen Gefühlen für den Klienten und dessen Situation.
 
Die Transaktionsanalyse
Die TA bietet für den Berater und Therapeuten ein klares und praktikables Konzept. Sie verbindet psychoanalytische und verhaltenstherapeutische Ansätze. Die Teilnehmer lernen therapeutische Verträge auszuhandeln, Zielvorstellungen mit ihren Klienten zu entwickeln.
 
Systemische Therapie
Der Klient kann ein Problem so erleben, als würde es ihm anhaften oder so, als könne er es handhaben. Nicht sein Verhalten oder seine Gefühle sind problematisch, sondern sein Unvermögen, Alternativen dazu zu entwickeln. Systemische Therapie ist eine Methode, die nicht das Problem sondern die Lösung zum Thema macht. Der Klient beschreibt seine Geschichte als Problem, als Versagen oder Störung, gemeinsam mit dem Therapeuten wird daraus eine neue Geschichte, die Lösungswege eröffnet.
 
Paartherapie
Bei der Paarberatung treffen sich systemische und analytische Methoden. Die analytische Kollusionstheorie von Jörg Willi, die Analyse der Transaktionen nach E. Berne, die systemische Sichtweise der gegenseitigen Verhaltenszuweisung, alle therapeutischen Richtungen betonen die Verstrickung beider Partner in den Konflikt und die Notwendigkeit der Neutralität des Beraters oder Therapeuten. Der Konflikt kann in dem Maße gelöst werden, wie der Therapeut in der Lage ist, jedem ein Verständnis seiner persönlichen Schwierigkeiten mit der Andersartigkeit des Partners zu vermitteln.
 
Therapie mit Bildern
Keine Angst, künstlerische Fähigkeiten werden nicht verlangt. Aber manches, was mit Worten nicht ausgedrückt werden kann, wird mit einer kleinen Skizze sofort begreifbar. Bilder können Sie bei allen therapeutischen Verfahren einsetzen. Bilder sind Symbole und man kann im analytischen Sinne ihrer Bedeutung nachspüren. Mit Bildern kann man auch hervorragend systemisch arbeiten: die Elemente des Bildes neu ordnen, das Bild erweitern, neue Geschichten zum Bild erfinden. Durch den Einsatz von Wort und Bild bei jedem Verfahren, das Sie kennen lernen und üben, trainieren Sie ihre Fähigkeit zuzuhören und zu sehen. Die Verbindung von Bild und Sprache erweitert ihre Möglichkeiten, therapeutisch zu intervenieren. Mit Worten lernt ihr Klient sich zu artikulieren, mit Bildern setzt er Zeichen.

Dozentin: Ulla Häusler M.A.
Turnus: 1-2x pro Jahr
Dauer: 3 Semester (20 Monate)
Wochenend-
Ausbildung:
 
Samstag/Sonntag, 10.00 - 17.00 Uhr, 1 WE pro Monat
Freitag-
Ausbildung:
Freitag, 14.30 - 21.30, alle 14 Tage

 

Den Terminplan für die kommende Wochenend-Ausbildung ab 10.03.2018 finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie unter Termine und Preise.
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