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Entspannung, Meditation und Selbstmitgefühl - Drei Pfeiler der Gesundheit

Entspannung ist in vielen Bereichen unseres Lebens nützlich. Jeder kennt den Begriff und wendet im Alltag Entspannung an - ob bewusst oder unbewusst. Was genau ist jedoch Entspannung und wofür können wir es anwenden? Ähnlich wie bei der Stressreaktion finden auch bei Entspannungsreaktionen viele körperliche und biochemische Prozesse statt. Bei einer muskulären Entspannung wird der Parasympathikus angeregt. Dieser Teil des Nervensystems ist unter anderem für regenerative Prozesse wie Blutdruck, Schlaf, Herzschlag, Atmung etc. verantwortlich. Während einer Entspannung sinken die Pulsfrequenz und der Blutdruck, der Atem wird ruhiger und regelmäßiger, der Organismus braucht weniger Sauerstoff und der Milchsäurespiegel, ein Nebenprodukt bei angstbedingter Muskelverspannung, fällt rasch ab. Wichtig bei diesen Prozessen ist dabei das Wechselspiel zwischen Körper und Geist. Jede körperliche Entspannung hat zur Folge, dass auch die Seele zunehmend ruhiger und entspannter wird. Dies wird in der Psychotherapie genutzt, um die Emotionsregulation zu verbessern, d.h., dass der Umgang mit Gefühlen wie Angst, Wut oder auch Traurigkeit dadurch verbessert werden kann. Entspannung ist ein besonderer Zustand, den wir willentlich herbeiführen können. Nur still sitzen oder etwa fernsehen ist nicht genug, um diese vorteilhaften physiologischen Veränderungen herbeizuführen. Man benötigt eine Entspannungstechnik, die den Fluss der alltäglichen Gedanken unterbricht und die positiven Körperreaktionen erzeugt.

 

Informationen zu unserer Ausbildung zum/zur Entspannungstrainer*in/-therapeut*in finden Sie hier.

 

Meditation

Praktisch gesehen ist Meditation eine Übung, bei der man sich in einer entspannten Körperhaltung auf eine einzige Sache intensiv konzentriert. Störungen von außen wie Geräusche und Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen, werden zwar wahrgenommen, aber nicht weiter verfolgt. Und wenn man sich doch kurzzeitig ablenken lässt, kehrt man immer wieder zu dem zurück, auf das man sich gerade konzentriert. Dies kann ein Bild, eine brennende Kerze, eine kurze Meditationsformel, ein Bibeltext, ein Gebet, der eigene Atem, oder der sich bewegende Körper sein. Dieses bewusste Abschalten führt dazu, dass der Blutdruck sinkt und der Herzschlag sich verringert. Der im Alltag meist ruhelose Geist entspannt sich, Denken und Fühlen kommen in Einklang, der Meditierende fühlt sich gelassen und friedlich. Zugleich lernt der Meditierende, jeden Moment anzunehmen wie er ist - ohne ihn zu bewerten oder dagegen anzukämpfen. Dies hilft, auch im Alltag mit unangenehmen Dingen wie Krankheiten oder Problemen gelassener umzugehen.

 

Selbstmitgefühl

Achtsames Selbstmitgefühl (engl. Mindful Self-Compassion = MSC) ist die Fähigkeit, achtsam, freundlich und wohlwollend mit sich selbst umzugehen. Das hat nichts mit Selbstmitleid zu tun, sondern unterscheidet sich ganz wesentlich davon. Mitgefühl für sich selbst stärkt das Wohlbefinden, sowie die soziale und emotionale Kompetenz. Selbstmitgefühl wirkt gegen Stress, Anspannung und Depression. Außerdem hilft es uns, besser mit Schicksalsschlägen und schwierigen Situationen umzugehen. Selbstmitgefühl bedeutet freundlich und wohlwollend mit sich selbst umzugehen. Das schließt die eigenen Fehlern und Schwächen mit ein. Eigentlich so, wie man das auch bei einem geliebten Menschen, oder guten Freund macht. Mitgefühl heißt auch, dass wir uns selbst beruhigen, trösten und verzeihen können. Dadurch wird das körpereigene Beruhigungs- und Fürsorgesystem aktiviert und Stress abgebaut.

(Quelle: Karin Wolf, Praxis für Stressbewältigung und Wohlbefinden)

 

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