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Systemische Therapie neu!

© Clemens Schuessler - fotolia.com

Beschreibung

Charakteristisch für systemisches Denken und Handeln sind bestimmte Grundannahmen über menschliches Verhalten und über den Beratungsprozess, die sich wesentlich vom klassisch medizinischen Denken unterscheiden. Problem und Lösung werden nicht als statisch oder faktisch angesehen, sondern als Informationen über Prozesse und Beziehungen, die abhängig sind von der Bedeutungsgebung der beteiligten Personen. Das Verhalten einer Person wird in seinem Zusammenhang gesehen, also als abhängig vom Kontext in dem es auftritt und nicht im Sinne einer Störung innerhalb einer Person. Daraus ergibt sich in der Beratung eine veränderte, ressourcenorientierte Haltung bestehenden Verhaltensweisen oder Symptomen gegenüber. Diese werden als Lösungsversuche angesehen, die in ihrer Art und Weise nicht hilfreich oder angemessen sind und dadurch als problematisch erlebt werden, im Grunde aber eine gute Absicht mit sich führen. Veränderung oder Lösung wird angeregt, indem andere mögliche Arten der Wirklichkeitskonstruktion angeboten und ausprobiert werden, was eine Umdeutung und ein Neuerleben der bisherigen Situation bewirkt und den Denk-, Empfindungs- und Handlungsspielraum der Person erweitert.

 

Hypnosystemische Kommunikation

Die systemische Therapie wurde in den vergangenen Jahrzehnten sehr durch hypnotherapeutisches Gedankengut inspiriert und beeinflusst, was zur Entwicklung der sog. Hypnosystemischen Therapie geführt hat. Das Anerkennen des Unbewussten als weise und kreative Instanz, ein authentisches Interesse am Klienten, ein achtsames und nichtdirektives Vorgehen und die Einbeziehung körperlicher Signale und Prozesse sind wesentliche Merkmale. Veränderung wird u.a. über eine bestimmte Verwendung von Sprache und Sprachlogik initiiert, der Ansatz ist somit gut in andere Formen der Gesprächstherapie integrierbar, die eine humanistische Grundhaltung teilen. Eine weitreichendere Definition von Trancephänomenen im Vergleich zur klassischen Hypnose und ein stärkeres Einbeziehen des bewussten Geisteszustandes im Vergleich zur Arbeitsweise Ericksons machen die Methode sehr vielseitig anwendbar.

 

Systemische Aufstellungen

Systemische Aufstellungen sind ein sehr wirkungsvolles und nachhaltiges Verfahren. Die Aufstellungsformate, die Sie in dieser Ausbildung lernen, integrieren systemische und hypnotherapeutische Grundannahmen und Methoden, und sind eine Weiterentwicklung bzw. deutliche Abwandlung früherer Ansätze wie Virginia Satirs Skulpturarbeit oder Bert Hellingers Familienstellen. Zentral ist dabei der systemische Gedanke, dass das Problem bereits die Lösung enthält, gleichzeitig kommen zahlreiche Elemente aus der modernen Hypnotherapie zum Einsatz. Der Aufsteller versteht sich mehr als Gastgeber oder Moderator, der den Klienten darin unterstützt, Entwicklungen und Veränderungen im System des Klienten in Gang zu setzen. Lösungsimpulse entstehen dabei immer individuell aus dem Prozess und dem, was sich in der Aufstellung zeigt. Neben Familien und anderen komplexen Systemen können auch abstrakte Konzepte, Entscheidungsalternativen, Glaubenssätze, Blockaden oder innerpsychische Aspekte aufgestellt werden. Teil des Kurses ist auch das Arbeiten mit Bodenankern, das sich gut für das Einzelsetting eignet. 

 

Ausbildungsinhalte

  • Systemische Grundgedanken – Konstruktivismus, Systemtheorie, Kontextabhängigkeit, Zirkularität, Haltung des Nichtwissen
  • Ressourcenorientierung und Reframing in der Beratung
  • Lösungsfokussiertes Fragen, Rolle der Aufmerksamkeitslenkung
  • Arbeit mit inneren Anteilen, jüngeren Versionen und Helfern
  • Umgang mit „Widerständen“
  • Generative Trance und Wachtrance in der hypnosystemischen Therapie
  • Erlernen hypnotherapeutischer Techniken - Utilisation, Konfusion, Assoziation und Dissoziation, Trickfilmlogik, Anker
  • Umgang mit spirituellen Wirklichkeiten der Klienten
  • Grundgedanken der lösungsorientierten Aufstellungsarbeit und ethische Überlegungen
  • Erlernen verschiedener Formen der repräsentierenden Wahrnehmung
  • Auflösen von Projektionen und Vermischungen, Trennung von Fremdem und Integration von Eigenem, Lösungssätze und Rituale
  • Einführung in verschiedene Aufstellungsformate

 

Voraussetzungen und Besonderheiten

Ziel dieser Ausbildung ist die eigenständige Anwendung der gelernten Inhalte im eigenen Praxisalltag. Schwerpunkt liegt daher auf dem praktischen Erlernen und Einüben einer Bandbreite an Methoden. Gleichzeitig sind diese nur innerhalb ihres theoretischen Zusammenhangs zu begreifen, sodass philosophische Überlegungen uns durchweg begleiten werden. Die Wirkungsweise der vorgestellten Ansätze und Methoden lässt sich am besten an „echten“ Fällen und Beratungssituationen erleben und verstehen, sowohl in der Klienten- als auch in der Beraterrolle. Die Teilnehmer arbeiten und üben daher untereinander an persönlichen Anliegen. Dies setzt ein gewisses Maß an Offenheit und die Bereitschaft zu Selbsterfahrung und Selbstreflexion voraus.

 

Allgemeine Ausbildungsdaten

Dozentin:

Dr. phil. Beate Kilian, Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), systemische Beraterin, systemische Strukturaufstellerin, Hypnotherapeutin
Turnus: 1x pro Jahr
Dauer: 13 Monate (20 Veranstaltungen)
Zeiten:  Sonntag, 09.15 - 17.00 Uhr, 14-tägig

 

Termine, Preise, Anmeldung

Die aktuellen Termine und Preise finden Sie auf unserem

Anmeldeformular Psychotherapie und Coaching

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