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Systemische Therapie

© Clemens Schuessler - fotolia.com

 

Beschreibung

Die systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, welches den Menschen als Teil seines komplexen Beziehungsgefüges betrachtet und versteht. Dabei besteht die Annahme, dass Probleme und Störungen in Interaktion, also in Beziehungen, entstehen. Ziel der Therapie ist es, dysfunktionale, krankmachende Muster zu erkennen und eine Veränderung der Denk- und Verhaltensweisen zu erwirken. Die Anregung von Veränderungsprozessen bei einem selbst kann darüber hinaus auch bei anderen Menschen eine Veränderung bewirken. Bildlich gesprochen kann man sich hierzu ein Mobile vorstellen: Sobald sich darin ein Teil bewegt, weil es einen Anstoß erhält, bewegen sich die anderen Teile ebenfalls. In der Systemik geht man weiterhin davon aus, dass problematisches Verhalten oder Störungen (unbewusste) Lösungsversuche sind. Ziel ist es, diese dysfunktionalen Lösungsversuche in funktionale Lösungsstrategien umzuwandeln.

Die systemischen Methoden finden sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Paaren und Familien Anwendung. Systemisches Handwerkszeug ist inzwischen in vielen Arbeitskontexten gefragt.

In der systemischen Arbeit ist die therapeutische Haltung von zentraler Bedeutung. Sie ist unter anderem gekennzeichnet durch: Wertschätzung, Begegnung auf Augenhöhe, Ressourcenorientierung und Allparteilichkeit. Der*die Therapeut*in nimmt keine Expertenrolle ein, sondern ist gleichwertige*r Partner*in bei der Entwicklung der Lösung.

In der systemischen Therapie stehen verschiedenste Methoden und Techniken zur Verfügung, wie z.B. Aufstellungen, Arbeit mit inneren Anteilen, Narration, kurzzeit- und lösungsorientierte Verfahren, Imagination sowie Biografie- und Genogrammarbeit. Diese sind sehr anschaulich und machen Konflikte, Blockaden oder Lösungen sichtbar, spürbar und erfahrbar.

Ziel dieser Ausbildung ist es, Sie mit den verschiedenen Schulen, Methoden und Techniken der systemischen Therapie vertraut zu machen und diese praktisch einzuüben. Neben theoretischem Input, erwartet Sie ein hohes Maß an praktischen Übungen in der Gruppe sowie Selbsterfahrung.

 

 

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der systemischen Therapie und Beratung: Strömungen, Wirklichkeitskonstruktion, Auftragsklärung, Hypothesenbildung, systemische Haltung, Fragetechniken, Symptomexternalisierung
  • Skulpturarbeit / „Familienaufstellungen“ mit und ohne Stellvertreter
  • IFS-Arbeit mit der inneren Familie: Anteile identifizieren, verstehen, akzeptieren und modifizieren
  • lösungsorientierte / strategische / ressourcenorientierte Methoden: z.B. zirkuläres Fragen, Wunderfrage, Skalierung, Ressourcenarbeit
  • Genogrammarbeit / Biografiearbeit: Blick in die Familiengeschichte über mehrere Generationen
  • systemische Diagnostik: systemische Interpretation und „Entstörung“
  • wachstumsorientierte Methoden: Klient-Therapeut-Beziehung, Kommunikationsstile
  • narrativer Ansatz: Die Geschichte, die ich über mich und andere erzähle
  • Paarberatung: Besonderheiten, Methoden, Interventionen
  • Selbsterfahrung: persönlich und hinsichtlich der therapeutischen Rolle

 

Voraussetzungen und Besonderheiten

Ziel dieser Ausbildung ist die eigenständige Anwendung der gelernten Inhalte im eigenen Praxisalltag. Neben theoretischem Input und Hintergrundwissen liegt daher ein besonderer Schwerpunkt auf dem praktischen Erlernen und Üben der verschiedenen Methoden und Techniken. Zur Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Person, sowie der professionellen, therapeutischen Arbeit, beinhalten alle Seminare ein hohes Maß an Selbsterfahrung. Dies ist wichtige Voraussetzung dafür, das eigene professionelle Handeln in den persönlichen Kontext zu setzen, zu reflektieren und für die therapeutische Beziehung zu nutzen. Es wird nicht mit konstruierten Fallbeispielen, sondern mit den eigenen Themen der Teilnehmer*innen gearbeitet. Dies setzt sowohl ein gewisses Maß an Selbstreflexion voraus als auch die Bereitschaft, sich innerhalb der Gruppe zu öffnen und sich auf die Prozesse einzulassen. Darüber hinaus ist es Teil der Ausbildung, einen Beratungsprozess in der Gruppe durchzuführen. Idealerweise bringen Sie bereits praktische Erfahrung in psychologischer Gesprächsführung / Beratung mit.

 

Abschluss und Zertifikat

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie am Ende des Kurses unser HPL-Lotz-Zertifikat. Voraussetzung dafür ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme am Unterricht (mind. 80% Anwesenheit) und die eigenständige Durchführung einer Beratung in der Gruppe.

Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Weiterbildung können im Rahmen der persönlichen beruflichen Qualifikation und Berechtigung angewendet werden.

 

Allgemeine Ausbildungsdaten

Dozentin:

 

Mona Haselmann-Ludwig, Psychologin M.sc., systemische Paar-, Einzel- und Familientherapeutin (DGSF-zertfiziert), Heilpraktikerin für Psychotherapie
Turnus: 1x pro Jahr
Dauer: 9 Monate (20 Veranstaltungen)
Zeiten:  Samstag/Sonntag 09.15 - 17.00 Uhr / 1 WE pro Monat

 

Termine, Preise, Anmeldung

Die aktuellen Termine und Preise finden Sie auf unserem

Anmeldformular Psychotherapie-Ausbildung


EXCLUSIV

In Kooperation mit der
LMU München:
Unsere Schüler*innen der
Heilpraktiker-
Ausbildungen können einen
Anatomie-Kurs an der
LMU besuchen.
 
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